Seebnerinnen und Seebner unter sich!

Der Vorstand des Einwohnervereins Seewen reiste am Sonntag, 11. September 2022 ins Schwarzbubenland. Hier in einer einmaligen Juragegend befindet sich das idyllische Schwes-terdorf Seewen im Kanton Solothurn mit gut 1’000 Einwohner. Begrüsst wurde die Delegati-on vom «Seebner» Gemeindepräsidenten Roger Weber. Nach dem Besuch des schweizweit bekannten Spielautomaten-Museum ging’s auf eine Wanderung zu verschiedenen maleri-schen Höfen rund um das Dorf. Geführt wurde die Gruppe vom lokalen Dorfhistoriker Huber Gehrig, der sich durch ein extrem grosses Wissen zur Dorfgeschichte auszeichnete. Als Hö-hepunkt besuchte man die Ruinen des sagenumwobenen Schlösschens Steinegg, das über Jahrhunderte vergessen war. Dank Münzen-, Werkzeug- und Gebrauchsmaterial-Funden aus Metall konnte man vor einiger Zeit die Existenz dieser Burg einwandfrei nachweisen.

Bild: Der Einwohnvereinsvorstand vor den Toren des Spielautomaten Museum mit dem Seebner (SO) Gemeindepräsidenten Roger Weber (2. v.r.) und Lokalhistoriker Hubert Gehrig (4. v.r.).

Erfrischen und gesund werden – Badekultur in Seewen

Am Freitag, 10. Juni, lud der Einwohnerverein Seewen zu einem historischen Dorfrundgang mit dem Historiker Dr. Erwin Horat ein. Dabei wurde die reiche Badekultur während drei Jahrzehnten in Seewen thematisiert. Über 50 Personen waren bei prächtigem Wetter dabei.

Dr. Erwin Horat bei seinen Ausführungen im Unterseewen.

Dem Seebner Wasser wird seit jeher heilender Wirkung nachgesagt. Mit dem Segen von Ärzten wurde das eisenhaltige Wasser zur Hoffnung für rheuma- und gichtgeplagte Menschen. Das Seebner Wasser lockte im 18. und 19. Jahrhundert zahlreiche Kurgäste an. Es entstanden verschiedene Gasthäuser und Badeanlagen. Dank neuer medizinischer Erkenntnisse verschwand die Badekultur zu Beginn des 20sten Jahrunderts. Heute ist fast nichts mehr in Seewen aus dieser Zeit erhalten. Hingegen erlebte der Badetourismus am Lauerzersee später einen Boom. Auch heute noch ist die Badi sehr beliebt, wie dies die Teilnehmenden sich in der vollen Badi bei einem Drink und bei einem Häppchen überzeugen konnten.

Gut besuchter historischer Dorfrundgang

Vor einiger Zeit hat der Einwohnverein Seewen an verschiedenen Standorten im Dorf Informationstafeln platziert, die auf die reiche Dorfgeschichte aufmerksam machen.  Am vergangenen Donnerstag (25. Juni 2020) liess der Einwohnerverein die vielfältige Geschichte im Rahmen eines thematischen Dorfspaziergangs aufleben. Dabei wurden fünf Dorftafeln besucht, und ein kompetenter Gast erläuterte die Hintergründe zum entsprechenden Thema. Das Wetter spielte mit. Über 40 Seebnerinnen und Seebner liessen sich die Dorfgeschichte erläutern. Zum Schluss gab es für alle Teilnehmenden eine Grillwurst und ein Getränk.

Bildlegende: Der ehemalige Zeughausverwalter Paul Kistler erläutert den Seebnerinnen und Siebner die Geschichte des eidgenössischen Zeughauses. 

Thematischer Dorfspaziergang Seewen

Seewen ist ein oft unterschätztes Dorf. Die Filiale der Gemeinde Schwyz hat eine faszinierende Geschichte vorzuweisen, geprägt von der Entwicklung des Pilger- und Gesundheitstourismus, der Armee, des Verkehrs und der Landwirtschaft. Am kommenden Donnerstag, 25. Juni 2020 lässt der Einwohnerverein diese vielfältige Geschichte im Rahmen eines thematischen Dorfspaziergangs aufleben. Dabei werden vier der thematischen Dorftafeln besucht, die vor einem Jahr installiert wurden. Starpunkt bildet die alte Marienkapelle, wo der Pfarreiverantwortliche Koni Schelbert das schmucke Gotteshaus aus dem 16. Jahrhundert vorstellen wird. Danach geht’s entlang der Bahnlinie zum Schwyzerhof. Augustin Mettler wird vom Leben seines Urgrossvaters mit gleichem Namen und über die Entstehung des historischen Gasthauses berichten. Gleichzeitig wird er auf das stolze Geschäft der Viehhändler in der Region eingehen. Eine Etappe weiter wird dem Weinhandel gewidmet sein. Samuel Schuler erzählt die Geschichte seiner Weinhändlerfamilie und stellt bei dieser Gelegenheit die Firma Schuler Weine vor. Den Schlusspunkt macht der langjährige ehemalige Zeughausverwalter Paul Kistler beim Grillplatz «Kiessammler» an der Franzosenstrasse. Er wird die Hintergründe zur Entwicklung des Eidgenössischen Zeughauses aufzeigen, von seiner Blütezeit berichten und erläutern, weshalb es allmählich zur Schliessung vor gut 15 Jahren gekommen ist.

Donnerstag, 25. Juni 2020, 18:30 Uhr
Treffpunkt alte Kapelle, Seewen

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Ein Getränk und einer Bratwurst wird vom Einwohnerverein offeriert. Die Firma Schuler St. Jakobskellerei lädt gleichzeitig zu einem Glas Wein ein.

Dabei sein, wenn’s brennt! – Am Schwyzer Gmeindsfäscht

Am Schwyzer Gmeindsfäscht (30.8.-1.9.) kann das Publikum am Stand des Einwohnervereins Seewen und der Volkshochschule Schwyz auf der Metzhofstatt mit allen Sinnen das traditionsreiche Brenner-Handwerk riechen, tasten, sehen, hören, schmecken und natürlich trinken. Unter dem Motto «dabei sein wenn’s brennt!» wird der Schnaps wird direkt vor Ort  an der fahrbaren Bauernhof-Brennerei hergestellt und es werden spannende Geschichten rund um den Schnaps aufgetischt.

«Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.» Von wegen! Guter Schnaps zu brennen ist nicht jedermanns Sache. Neben feinsten Zutaten, viel Fingerspitzengefühl und reichlich Erfahrung ist eine grosse Leidenschaft zum «Schnapsen» nicht minder wichtig. Am Schwyzer Gmeindsfäscht kann das Publikum am Stand des Einwohnervereins Seewen und der Volkshochschule Schwyz auf der Metzhofstatt mit allen Sinnen das traditionsreiche Handwerk riechen, tasten, sehen, hören, schmecken und natürlich trinken. Der Schnaps wird direkt vor Ort labormässig und an der fahrbaren Bauernhof-Brennerei hergestellt und es werden spannende Geschichten rund um den Schnaps aufgetischt. Als besonderer Höhepunkt wird der Oberarther Kirschkenner Lukas Fassbind im Rahmen eines Kirschtastings die sensorische Vielfalt des Kirschbrandes präsentieren. Dazu servieren die beiden Vereine flambierte «Chriesi-Würste» und zahlreichen Cocktail-Weltneuheiten aus edlen Schweizer Obstbränden: «Schafskälte», «Chalti Sophie», «Hundstage», «Altwiiber Summer», «Martini Sümmerli», «Wyssi Wienacht», «warms Lüftli» und «Winterfrische». Wer es lieber etwas Traditioneller mag, holt sich Schapskultur auf Schyzer Art mit einem Kaffee fertig in altbekannter Art.

Und: für die Treffsicheren gibt da noch den Schwypsli Fünfliber-Brunnen – «Fontana di Schwypsli» – Ausprobieren macht Spass.